Fernwartung: Fluch oder Segen ?

In der IT Branche und allen Bereichen in denen intensiv mit der IT „am PC” gearbeitet wird, hat sich die Fernwartung als rasche Unterstützung für die Kunden / AnwenderInnen etabliert. Ein weiterer Vorteil ist die drastische Reduktion von Reisezeiten und -kosten, was  darüber hinaus noch die Umwelt schont.

Was ist Fernwartung überhaupt?

Mittels Fernwartung kann ein Administrator oder Servicemitarbeiter über das Internet oder auch dedizierte Verbindungen auf entfernte Rechnersysteme zugreifen. So können dem Anwender direkt auf seinem Rechner gezeigt werden, wie eine Lösung seiner Aufgabenstellung aussieht. Weiters gibt es die weit verbreitete Betreuung der Server-Systeme, welche oft ohne Interaktion des Kunden oder Anwenders durchgeführt wird.

Auch hier der Vorteil, dass „jederzeit“ oft auch in der Nacht und ohne Reisekosten Service und Wartungsarbeiten bis hin zum Update komplexer Systeme durchgeführt werden. Der Kunde merkt oft nur, dass ein neues Feature, z.B. in Form einer neuen Auswertung oder eines neuen Knopfes vorhanden ist. Sonst wird sein IT-Betrieb nicht gestört, im Gegenteil, durch diese Betreuung wird die Verfügbarkeit der Systeme immens erhöht.

Das klingt doch prima!

Ein Nachteil liegt jedoch genau in dieser Transparenz. Anwender merken oft nicht, dass am System gearbeitet wird und erkennen oft auch nicht, welcher Aufwand und
Dienstleistungspower in seine individuelle Installation investiert wird.

Für den Anbieter oder Dienstleister verbunden ist auch der Verlust des direkten und persönlichen Kundenkontaktes. Man telefoniert, sendet Emails hin und her, aber man kennt die Menschen dahinter nicht mehr. Neben der menschlichen Beziehung leidet vor allem die Kommunikation — fehlt ihr doch eine wesentliche Dimension.

So passiert es z. B. immer öfter, dass beide Seiten unterschiedliche Begriffe für Dinge verwenden und somit u. U. der IT-Dienstleister seine Anstrengung in eine völlig falsche Richtung treibt, obwohl der Anwender denkt, er hat alles richtig angegeben / ausgesagt. 

Ein weiterer großer Unterschied kommt dazu: Ging man früher beim Kunden zur Türe
hinein, so war klar, ab jetzt ist die Dienstleistung zu bezahlen. Geht er zur Türe raus, so ist der Einsatz beendet und damit ist der Kostenrahmen sehr klar abgegrenzt. Beim Einsatz der Fernwartung verschwimmen diese Grenzen und oft herrscht Unsicherheit über den geleisteten Zeitraum oder es mangelt gar am generellen Verständnis, dass eine Leistung kostenpflichtig erbracht wurde.

Auch wenn von den Dienstleistern alle Betreuungszeiten aufgezeichnet werden, der Kunde denkt oft genug „Papier ist geduldig”. Er ist gegenüber den Aufzeichnungen sehr skeptisch. Er sieht nicht, wann der Dienstleister mit seiner Arbeit beginnt und wann er diese beendet.

Für den Dienstleister kommt hinzu, dass oft mehrere Projekte parallel behandelt werden (müssen). Also ist die Zeitzuordnung in kleinen Stücken gegeben. Was es durchaus unübersichtlich, also auf keinen Fall einfacher, macht.

Vernachlässigte Mitwirkungspflichten seitens des Kunden sind ein weitere Hürde. Mangelnde Ausbildung — ja oft genug auch mangelndes Interesse daran überhaupt — erschwert die Aufgabe für den Dienstleister und lässt die Aufwände zeitlich explodieren. So scheitern Fernwartungsarbeiten es oft genug daran, ein Fernwartungsprogamm überhaupt zu starten oder die notwendigen Berechtigungen fehlen. Häufig sitzen völlig überforderte Mitarbeiter auf der Gegenseite und erschweren die Arbeit des Fernwarters zusätzlich.

Heureka! Die Lösung

Gegen mangelnde Transparenz hilft nur eines: Miteinander reden und ausführlich dokumentieren. Regelmässiger Austausch zwischen Dienstleister und Kunde ist zwingende Voraussetzung für eine reibungslose Zusammenarbeit. Hierzu gehören auch klar umrissene vertragliche Vereinbarungen, so genannte Service Level Agreements (SLA). Werkzeuge wie Zeiterfassung und Ticketsystem helfen bei der Dokumentation und dem Nachweis erbrachter Aufwände.

Ein nicht zu unterschätzender Invest ist die Ausbildung der Mitarbeiter beim Kunden. Initiale Schulungen und regelmässige Auffrischungen von ausreichend Mitarbeitern auf Kundenseite helfen den erforderlichen Aufwand langfristig auf ein Minimum zu reduzieren. Mit weiteren Anwender-Trainings lassen sich zudem auch häufige Bedienfehler und somit auch Aufwände für eigentlich unnütze Fehlerbehebungen vermeiden.

Fazit: Fernwartung richtig geplant und durchgeführt kann ein Segen sein für beide Seiten. Man muss nur miteinander reden.

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Kostenoptimierung, nicht nur für die IT

Die Lexta Consultants Group und die COMPUTERWOCHE wollten im Mai 2014 wissen, wie hoch IT-Kosten in Unternehmen sind. An der Umfrage „Kennzahlen in der IT“ haben sich 648 Unternehmen beteiligt. Erhoben wurden Eckdaten des Unternehmens wie Branche, Umsatz, Mitarbeiterzahl und IT-bezogene Daten wie IT-Kosten und Anzahl der IT-Mitarbeiter. Herausgekommen ist, dass die IT-Kosten je nach Branche zwischen 1% und 5% vom Umsatz betragen. Fertigungsbetriebe liegen bei maximal 1%.

Eine Studie von PWC (Price Waterhouse Coopers) zu IT-Kosten-Wertmanagement kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Studie schlüsselt die Kennzahlen jedoch noch weiter auf. So liegen z. B. die IT-Kosten pro Mitarbeiter in fertigenden Unternehmen durchschnittlich bei 1.400 Euro – wohlgemerkt pro Mitarbeiter und nicht pro Arbeitsplatz. Die Analysten gehen davon aus, dass bei produzierenden Unternehmen nur ungefähr 25 Prozent der Mitarbeiter über einen eigenen Arbeitsplatz verfügen. Daraus ergeben sich IT-Kosten von ca. 5.600 Euro pro Jahr pro Arbeitsplatz.

Hier scheint also ein enormes Einsparpotential zu bestehen. Um heraus zu finden, wie z. B. IT-Kosten kurzfristig gesenkt und mithilfe der IT ein strategischer Wettbewerbsvorteil erzielt werden kann, müssen Sie vor allem eins wissen: Wie hoch sind die Kosten pro Arbeitsplatz in Ihrem Unternehmen? Besteht in Ihrem Unternehmen Optimierungspotenzial und schöpfen Sie dieses bereits voll aus?

Das bestätigen auch die Experten von PWC: „Der Schlüssel zur effektiven Kostenoptimierung ist die Kenntnis der eigenen Kostenblöcke und der damit verbundenen Kostentreiber. “

Mit Hilfe von ERP-Systemen lassen sich alle Hardware-Komponenten wie Server, Desktop-Rechner oder Laptops, alle Software-Lizenzen und alle Verträge inventarisieren. Einmal im System erfasst, erhalten Sie schnell eine Übersicht über redundante bzw. fehleingesetzte Systeme, überdimensionierte Lizenzen oder Altverträge, die längst günstigeren Alternativen gewichen sind.

Die Anschaffung eines ERP-Systems rentiert sich in der Regel spätestens nach dem zweiten Jahr. Bei unseren Kunden haben Auswertungen ergeben, dass die IT-Kosten bei ca. 0,5% des Umsatzes liegen. Wir gratulieren herzlich zu den Einsparungen.

Ein ERP-System hilft zudem, Lager effizienter zu halten und bessere Einkaufskonditionen zu erzielen. So steigern Sie auch noch Ihren Ertrag. Und dank Auswertung der integrierten Zeiterfassung können Sie zudem künftig Ihre Angebote fundiert kalkulieren. Worauf warten Sie noch?

 

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Nutzen von ERP-Studien und Marktübersichten?

In letzter Zeit werden wir immer öfter angesprochen, warum wir in dieser oder jener Marktübersicht nicht vertreten sind oder nicht an dieser oder jener Umfrage teilnehmen. Jüngst erst führte die TOVARIT AG wieder eine Kundenzufriedenheitsanalyse durch. Wir haben uns entschieden, nicht daran teil zu nehmen. Warum?

Die Qual der Wahl

Neben einigen renomierten Marktforschungsinstituten wie Gartner, IDC oder McKinsey gibt es zahlreiche kleinere und regionale Institute. Vor allem Gartners Hype Cycles und Magic Quadrants sind zum Vorbild für unzählige Nachahmer geworden. Das ist verständlich, behandelt das Original doch zumeist global agierende Großkonzerne. Kleine und Lokale Anbieter von Lösungen haben i. d. R. kaum eine Chance, in die Technologiestudien der Branchenriesen aufgenommen zu werden. Gerade darin liegt aber auch das Dilemma.

Auch kleinere und mittelständische Unternehmen orientieren sich immer öfter an den Analystenmeinungen von Gartner, IDC & Co. Ausschlaggegebend scheint ganz klar Reputation und Bekanntheit. Sowohl wir als Hersteller stehen wie unsere Kunden vor der Frage, welche von den mittlerweile unzähligen kleineren, unbekannteren Plattformen soll ich trauen? Wer bietet eine möglichst vollständige Übersicht der mittlerweile doch an die 1.000 Anbieter allein in Europa?

Eine Faustregel sagt, dass es die Top-Kandidaten eines Wettbewerbs oder einer Marktstudie wert sind, in die engere Auswahl gezogen zu werden. Wenn da nicht ein kleiner Beigeschmack bliebe: Die Teilnahme an Studien und Markübersichten kostet in der Regel Geld, oft nicht gerade wenig. Geld, welches wir lieber in die Entwicklung unserer Produkte und Kommunikation mit unseren Kunden investieren. So ist denn auch zu erklären, dass sich in vielen Übersichten immer wieder die gleichen Anbieter tummeln. Es bleiben mangelde Transparenz und Zweifel an der Unabhängigkeit.

Ich bleibe einmal beim aktuellen Beispiel Tovarit:

SAP und SAGE neben Allgeier, HELIUM V und openERP? Da drängt sich mir der Vergleich von Äpfeln mit Birnen auf. Bei der Umfrage der Tovarit AG werden alle Branchen, Größen und Funktionalitäten in einen großen Topf geworfen, kräftig umgerührt und durch ein Sieb in Form gegossen. Auswahl und Kriterien kommen mir reichlich intransparent vor. Mitmachen kann, wer die Mindestanzahl Bewertungen erreicht. Das wollte ich genauer wissen.

Die Teilnahme selbst klingt erst einmal einfach, benötigt man doch nur eine der Anzahl der Installationen entsprechende ausreichende Anzahl Bewertungen. Doch was auf den ersten Blick einfach und fair klingt, erscheint bei genauerem Hinschauen als äußerst intransparent.

Prozentual betrachtet, müssen kleine Unternehmen 10% ihrer Anwender motivieren, größere nur noch 5%, maximal jedoch 50 für die größten Anbieter ab 1.000 Installationen. Die geforderte absolute Zahl mag für einen kleinen Anbieter sehr hoch sein, für Branchenriesen wie SAP und SAGE ist das eine unverhältnismäßig klein erscheinende Zahl.

Weitere Auszüge aus den Teilnahmenbedingungen: „Zugelassen wird dabei eine Wertung je Betrieb/Installation. Bei Mehrfachbewertung aus einem Betrieb wird per Zufall eine Bewertung für die Analyse gezogen.“

Weiter heisst es: „Dabei sollten sie beachten, dass im Zuge der Qualitätsprüfung
erfahrungsgemäß bis zu 25% der eingegangen Bewertungen ausgeschlossen werden müssen. … Darüber hinaus behalten sich die Organisatoren der Studie in Abhängigkeit von den Ergebnissen der statistischen Qualitätsprüfung der Stichproben (z.B. Prüfung auf Normalverteilung) vor, das Zufriedenheitsprofil einer Lösung nur mit dem Vermerk „Eingeschränkte Belastbarkeit der Ergebnisse“ zu veröffentlichen obwohl gemäß der o.g. Vorgabe genügend Datensätze vorliegen.“

Die vollständigen Bedingungen sind auf der Webseite der Tovarit AG einsehbar. Ich habe jedoch stark den Einruck, dass die Auswertung sehr willkürlich erfolgt und ich sie weder nachvollziehen kann noch dass sie besonders repräsentativ ist. Den Eindruck untermauert vor allem die zufällige Auswahl bei Mehrfachbewertungen. Ein Durchschnittswert wäre da sicher objektiver.

Menschen kaufen von Menschen

Final stellt sich mir die Frage nach der Relevanz dieser Studien, Übersichten und Umfragen als Grundlage für Kaufentscheidungen. Auf diesem Gebiet hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Allein durch das Internet sind so viele Informationen zu einem Produkt verfügbar, dass Kunden oder Kaufinteressenten manchmal schon besser informiert sind als der Vertreter eines Herstellers.

Marktübersichten können eine erste Orientierungshilfe sein. Auch wir verschließen uns nicht gänzlich der Welt der Studien und Marktübersichten. Aktuell sind wir nominiert für das ERP System des Jahres — ein Wettbewerb der Universität Potsdam — und sind an verschiedene Medien mit Übersichten zu ERP-Anbietern, u. a. die Computerwoche, herangetreten.

Fazit: Große Unternehmen entscheiden nach Gartner & Co. Für kleinere Unternehmen gibt es keine vergleichbare Alternative. Weder auf der Anbieter- noch auf der Anwenderseite. Die Chance, von einem Interessenten in einer Marktübersicht mit bis zu mehreren Hundert Anbietern gefunden (und ausgewählt) zu werden, ist reine Glückssache. In einer einzelnen Übersicht können bis zu 800 Anbieter enthalten sein. In der Regel entscheiden im KMU-Umfeld Vertrauen und persönliche Beziehungen. Daher sollten gerade kleinere Anbieter äußerst sorgfältig auswählen, in welche Maßnahmen sie investieren und lieber den direkten Kontakt mit ihrer Zielgruppe suchen. Nicht zuletzt weil wir wissen, worauf es bei der Anschaffung von Unternehmens-Software ankommt. Kundenzufriedenheit ist immer ein sehr subjektiver Aspekt.

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Fit für die Zukunft

Die Geschäftswelt hat sich in den letzten Jahren verändert. Und sie verändert sich weiter und immer schneller. Unternehmen, die hier nicht mithalten können, landen ebenso schnell auf dem Abstellgleis. Dabei liegt gerade für kleine und mittelständische Unternehmen in dieser Schnelllebigkeit die größte Chance. Wer sonst ist agil genug, schnell und flexibel auf Veränderungen zu reagieren?

Damit allerdings die Chance nicht zum Risiko wird, sollte ein Unternehmen nicht auf professionelle Hilfe verzichten. Waren spezielle Geschäftsanwendungen in der Vergangenheit ausschließlich großen Konzernen vorbehalten, bietet die wachsende Vielseitigkeit von z. B. ERP-Systemen heute vor allem kleinen Unternehmen eine solide Geschäftsgrundlage:

  • ständig alle Zahlen im Blick haben
  • Rentabilitätsmessungen in Echtzeit
  • Profitabilität tagesgenau berechnen
  • Zeitmanagement auf die Sekunde genau
  • Effizienz der Lieferkette steigern
  • Lagerhaltung optimieren
  • Kosten sparen und Einnahmen erhöhen
  • Alles aus einer Hand: Vom Angebot bis zur Rechnungstellung

Das sind nur einige der Vorteile, die moderne Softwaresysteme ermöglichen. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Anwendung selbst alle Bedürfnisse und Anforderungen eines zukunftsorienterten Unternehmens erfüllt:

1.) Outsourcing: Ist die Software starr ‚On Premise‘ oder bietet es auch die Möglichkeit, bei einem Dienstleister betrieben zu werden? Traditionelle Systeme bieten ausschließlich Vorort-Instllationen. Je nach Geschäftsmodell reicht das aber nicht aus. Viele Unternehmen konzentrieren sich mittlerweile auf ihr Kerngeschäft und lagern alles, was nicht direkt damit zu tun hat, an externe Dienstleister aus.

2.) Drum prüfe wer sich ewig bindet: Um mit der Geschwindigkeit der Geschäftswelt Schritt zu halten, muss ein Unternehmen flexibel skalieren können. Und zwar in beide Richtungen. Zeitgemäße Anbieter haben neben festen auch flexible Laufzeitmodelle im Portfollio. Dabei setzen sich gegenüber früher üblichen Leasing-Modellen immer öfter Software Abonnements (Subscriptions) durch.

3.) Vielschichtigkeit ist auch bei Größe und Umfang der Software gefragt. Musste man früher eine große Lizenz für Alles kaufen, schauen Unternehmer heute genauer hin. Modular aufgebaute Applikationen werden hier das Rennen gewinnen. Manchmal braucht man eben nur ein Zeitmanagement oder eine kleinere Version für eine Außenstelle.

4.) Offen für alles: Kaum eine Geschäftsanwendung ist so individuell wie eine ERP-Software. Damit die Kosten für Anpassungen und Erweiterungen oder die Integration in andere Systeme (z. B. Colaborationsumgebung oder Dokumentenmanagement) nicht ins Unermeßliche steigen, setzen moderne Anwender auf Open Source basierte Software und offene Schnittstellen.

5.) Kennen Sie UX? Je anwenderfreundlicher und intuitiver eine Software ist, desto effizienter lässt sie sich nutzen. Macht dem Anwender die Bedienung einer Software sogar noch Spaß, spricht man von User Experience (UX). Natürlich gibt es auch negative Erfahrungen.

Damit Ihnen keine bösen Überraschungen drohen, testen Sie drei Kandidaten Ihrer engeren Wahl vor einer endgültigen Entscheidung. Kriterien für die Auswahl des richtigen Systems erfahren Sie aus unserem Blogeintrag zur Unternehmensnachfolge.

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Unternehmensnachfolge: Wenn der Chef plötzlich ausfällt

Die Mehrzahl der Übergaben erfolgen planmäßig. Dennoch ereilt etwa ein Viertel aller Unternehmen der Ernstfall unvorbereitet. Die Unternehmensübertragung muss plötzlich und unvorhergesehen abgewickelt werden. Die Industrie- und Handelskammern gehen davon aus, dass nicht annähernd zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland über eine Notfallplanung verfügen. Diese Unternehmen  sind somit nicht ausreichend für den Ernstfall abgesichert und im schlimmsten Fall in ihrer Existenz bedroht. Ein wichtiger Aspekt ist also die Vorsorge, damit weder das Unternehmen noch seine Mitarbeiter am Tag X führungslos dastehen.

Die einfachste Maßnahme der Vorsorge ist die zentrale Erfassung aller Unternehmensdaten in einer geeigneten Software. Das erleichtert nicht nur den Unternehmensalltag, sondern stellt vor allem auch in Notfallsituationen die Handlungsfähigkeit des Unternehmens sicher.

So können auf Knopfdruck alle wichtigen Informationen abgerufen werden, z. B.:

  • tagesaktuelle generelle Finanzübersicht
  • Liste der Lieferanten
  • Liste der Kunden
  • offene Bestellungen
  • Mitarbeiterliste und Zeitkonten
  • Projektliste mit Übersicht der jeweiligen Stati
  • Rechnungsdaten und Offene Posten-Listen
  • Artikel- und Stücklisten
  • u. v. a. m.

Im Fachjargon heißt das Enterprise-Resource-Planning (ERP). Als ERP wird die unternehmerische Aufgabe, die vorhandenen Ressourcen (Kapital, Betriebsmittel,  Personal) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen, bezeichnet. Zur Unterstützung bei der Bewältigung dieser sehr komplexen Aufgabe gibt es spezielle Software (ERP-System), welche die Informationen sammelt, verarbeitet und bereitstellt.

Jedes Unternehmen ist einzigartig. Das ist auch die große Herausforderung bei der Wahl der richtigen ERP-Software. So sollten Unternehmer, die ein solches System anschaffen wollen, zunächst nach einem Anbieter speziell für ihre Branche suchen. Auch gibt es große Unterschiede bei der Unternehmensgröße. Es gibt speziell auf die Bedürfnisse kleiner und mittelständischer Firmen abgestimmte ERP-Softwaresysteme.  Ist eine geeignete Lösung gefunden, prüfen Sie die dazu angebotenen Dienstleistungen. Jede Installation eines ERP-Systems ist mit einem mehr oder weniger großen Anpassungsaufwand an die Bedürfnisse des einzelnen Unternehmens verbunden.

Dienstleistungsportfolio, Anwenderbericht, Referenzen und ein Kennenlerngespräch liefern gute Anhaltspunkte für die Wahl eines geeigneten Partners. An erster Stelle steht dabei das Vertrauen zueinander. In einem ERP-System werden alle Geschäftsdaten erfasst, auch kritische. Auf Grund der Komplexität und eines damit verbundenen Migrationsaufwandes sollte die Zusammenarbeit mit dem einmal gewählten Anbieter auch dauerhaft sein. Hier liefern Antworten auf Fragen nach der Existenz des Anbieters (Besitzverhältnisse, Markteintritt, Finanzdaten) wichtige Hinweise.

Um Unternehmern die Auswahl zu erleichtern, haben wir eine Checkliste zur Auswahl eines geeigneten Anbieters vorbereitet.

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Alternative ERP Systeme: Chance oder Risiko?

Der Hamburger Michael Gottwald, Analyst und Geschäftsführer der SoftSelect GmbH, diagnostizierte 2012 auf ZDNet, warum es Open Source basierte ERP-Systeme schwer haben auf dem Markt. Drei Gründe führt Gottwald an, die seines Erachtens nach für das Scheitern der Kombination ERP und Open Source verantwortlich sind.

  1. Komplexität
  2. Anpassungsaufwand
  3. Fehlende Sponsoren

Zunächst einmal sind das genau die drei Aspekte, mit der sich jede ERP-Software auseinandersetzen muss:

  • Unternehmen sind komplex. Prozesse und Beziehungen in einem Unternehmen sind komplex. Entsprechend aufwendig gestaltet sich der Versuch, das alles unter einen Hut zu bringen.
  • Jedes Unternehmen ist einzigartig. Entsprechend kann es eigentlich keine „One Size Fits All“-Lösung geben.
  • Unternehmen wollen Sicherheit. Besonders, wenn es um unternehmenskritsche Bereiche geht. Von einem ERP hängt oftmals das Tagesgeschäft ab.

Beginnen wir mit dem letzten Punkt. Durch die großen Sponsoren wie Oracle, Microsoft und besonders SAP ist ein Durchbruch von ERP Systemen überhaupt erst möglich gewesen. Mittlerweile gibt es viele Alternativen zu den großen Anbietern und das ist gut, besonders in Bezug auf die o. e. Komplexität und damit verbundene Anpassungsaufwände. Gerade hier punkten die Kleinen. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob das System nach den Open Source Prinzipien entwickelt wurde oder das Ergebnis eines geschlossenen Entwicklungsprozesses ist.

Namhafte Hersteller — so wird allgemein angenommen — erfüllen alle Kriterien hinsichtlich Compliance. Für ein Unternehmen ist das ein wichtiger Punkt. Allerdings trennt sich hier die Spreu vom Weizen. Je größer der Hersteller einer ERP-Anwendung, desto umfassender ist das dem System zu Grunde liegende Regelwerk. Die Systeme sind darüber hinaus weitgehend standardisiert, um eine möglichst große Zahl an Installationen ‚out of the box‘ bedienen zu können. Die Software beinhaltet oft viele Funktionen, die für die meisten Branchen irrelevant sind oder für KMU deutlich überdimensioniert.

Alternative Anbieter wie wir machen sich das zu Nutzen, denn sie haben oft gar nicht den Anspruch, breit aufgestellt zu sein. In diesem Umfeld findet man die Branchenlösungen: ERP Systeme, die speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen einer ganz bestimmten Klientel ausgerichtet sind. Zusätzlich bieten diese Hersteller häufig an, nur einzelne Module wie z. B. die Zeiterfassung oder die Materialverwaltung zu nutzen. Andere Anbieter wiederum haben sich auf KMU spezialisiert.

Diese Fokussierung bringt ein hohes Maß an Flexibilität und Agilität mit sich. Anpassungen an individuelle Anforderungen oder Wünsche sind in der Regel in der Installationsdienstleistung bereits standardmäßig enthalten. Und das ist ein weiterer Vorteil der Herausforderer: sie sind zudem meist wesentlich günstiger als die Lösungen der Großen bzw. bieten ganz individuelle Preispläne.

Und wie schaut das mit Haftung aus? Sie wissen schon: „Keiner wurde je gefeuert, weil er ein System von SAP angeschafft hat.“ Auch hier muß sich keiner mehr verstecken. Egal, ob Sie Open oder Closed Source wählen, in fast allen Fällen stehen etablierte Unternehmen hinter dem Angebot.

Wir sind das beste Beispiel. Unsere GmbH unterstützt seit 15 Jahren viele Unternehmen mit unserem Flagschiff, dem HELIUM V ERP für KMU aus der Elektrotechnik / Elektronik.

Freilich können Sie die Open Source Software auch kostenlos aus dem Internet herunter laden und sich selbst dran versuchen oder Ihren Kumpel, der ja auch irgendwas mit IT macht, darum bitten. Probieren Sie es aus. Wir freuen uns in jedem Fall auf Sie.

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Was bedeutet ERP?

ERP heißt Enterprise Resource Planning und bedeutet unternehmensweite Planung der zur Produktion notwendigen Ressourcen (Mensch, Maschine und Material).

In der Praxis versteht man darunter umfassende Softwarelösungen, die den gesamten organisatorischen Ablauf eines Unternehmens abbilden – sprich Einkauf, Verkauf, Warenwirtschaft, Produktion und Zeibewirtschaftung.

Aus der Verknüpfung der Daten erhält der Unternehmer auf Knopfdruck die erforderlichen Informationen zu jedem Projekt oder zu Details wie Zeitraum, Kunden, Produktgruppen und vieles mehr.

Wichtig ist, dass möglichst der gesamte Ablauf abgebildet wird und nicht eine Vielzahl von Insellösungen in den verschiedenen Unternehmensbereichen zum Einsatz kommen, die nur sehr mühsam verknüpft werden können. Ebenso wichtig ist, dass nur echte Werte herangezogen werden dürfen. Der Einsatz von geschätzten Zahlen führt immer wieder zu Fehlinterpretationen und damit zu Fehlentscheidungen.

Video zum Thema: Warum auch kleine und mittelständische Unternehmen eine ERP Software benötigen.

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HELIUM V blogt!

Vor 15 Jahren gründete Ingenieur Werner Hehenwarter die HELIUM V IT-Solutions GmbH. Seitdem ist viel passiert: Mit unserm Blog zeigen wir, was uns besonders auszeichnet – als IT-Spezialist wie auch als Unternehmen. Ab jetzt erfahren Sie immer ganz aktuell, was uns beschäftigt. Schauen Sie einfach immer mal wieder in unseren ERP Blog, für den wir heute den Startschuss geben!

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