Rich-, Thin- oder Zero-Client: Arbeiten im Browser

Die Anforderungen an moderne Arbeitsplätze sind: Mobilität, Flexibilität und Einfachheit. Immer mehr Menschen arbeiten am Computer oder sogar mit dem Smartphone. Anwendungen und Programme müssen leicht zu bedienen sein, konsistent Plattform übergreifend funktionieren und natürlich sollen sie auch sicher sein. Passt das alles zusammen?

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Um die Antwort gleich vorweg zu nehmen. Ja. Aber!

Wir kennen heute drei Formen von Computer-Arbeitsplätzen.

  1. Personal Computer, stationär betriebene Laptops
  2. mobil eingesetzte Laptops
  3. Tablets, Smartphones

Das alles gibt es schon länger. Gearbeitet wurde und wird mit fest installierten Anwendungen oder Apps. Über entsprechend gesicherte Datenverbindungen (VPNs) ist auch der Zugriff auf Informationen z. B. im firmeneigenen Rechenzentrum kein Problem.

Seit kurzem kommt aber ein neuer Aspekt hinzu: Consumerization (oder auch BYOD — Bring Your Own Device).

Bei dieser Form des Arbeitsmittels benutzen Mitarbeiter private Geräte für das Arbeiten im Unternehmen. Teils, weil sie keine Lust haben, mit zwei Smartphones zu hantieren. Oder weil sie einfach modernere Geräte haben wollen und das Unternehmen das aus verschiedenen Gründen nicht immer bieten kann.

Die große Herausforderung hierbei ist, dass die Anwender nicht beliebig Software auf ihren Geräten installieren wollen. Hier können so genannte Browser-Apps helfen: Anwendungen, die auf entfernten Rechnern laufen und über einen Browser bedient werden können.

Die (Haupt-) Vorteile:

  • Plattformunabhängigkeit: Arbeiten wo und womit man will.
  • Der Pflegeaufwand sinkt (Softwarepflege, Enduser-Support)
  • Zentrale Datenhaltung schützt vor Konflikten und unterschiedlichen Versionen der Daten.

Die (wichtigsten) Schattenseiten:

  • Es wird eine permanente Internetverbindung benötigt.
  • Das Sicherheitsrisko steigt (MitM-Attacken zur Ausspähung von Logindaten, Kompromittierung der Verbindung, Manipulation von Daten)

Um das Sicherheitsrisiko zu minimieren, raten wir zu so genannten Multi-Tier-Lösungen, also mehrschichtigen Lösungen, die „nur“ relevante Daten mit dem Server austauschen. 

Wir sprechen dabei grundsätzlich von drei- oder mehr-schichtigen Lösungen:

  1. Datenbank-Server
  2. Applikation-Server in einem geschützten  Bereich
  3. Präsentation (Client)

Die Verbindung zwischen dem Applikation-Server und dem Client muss in jedem Fall per Transportverschlüsselung (HTTPS) gesichert sein. Zur Authentifizierung empfehlen sich Zertifikate einer vertrauensvollen Stelle, z. B. DNSSEC.

Damit können Sie nun überall, wann und womit Sie wollen arbeiten.

Dennoch bleiben einige Funktionen, die eine Browser-App (noch) nicht immer gut löst: Das Drucken und die Benutzerführung.

Gerade bei der Benutzerführung vermissen viele gerade am Tablet oder Smartphone die Tastaturbedienung. Effizientes Arbeiten bedeutet u.a., dass die wesentlichsten Aktionen mit der Tastatur ausgelöst werden können. Selbstverständlich sollen auch die Tastaturkürzel auch überall die gleichen sein. Ein Beispiel: Versuchen Sie einmal in einer Standard-Browser-Applikation Strg+S zu drücken. Es wird damit die Browserseite auf Ihrem Rechner gespeichert. Aber eigentlich wollten Sie Ihre Dateneingabe, z.B. die Kundendaten speichern. Hier gibt es immer wieder Versuche, dieses Dilema zu lösen. Ich habe bisher noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden.

Die größten Herausforderungen beim Drucken sind das Drucken von Etiketten, Listen, oder Briefen. Alle diese Ausdrucke müssen auf den richtigen Drucker ausgegeben werden. Wenn ich mir nun noch den Ablauf bei der Verbuchung von Wareneingängen vorstelle, so darf der Druck der Etiketten nicht jedesmal durch die Auswahl des richtigen Druckers und womöglich noch des gewünschten Schachtes behindert werden, sondern: Dies wird einmal richtig eingestellt und los gehts. Haben Sie schon einmal probiert, aus einer Browserapplikation die richtigen Formate auf den Etikettendrucker zu bekommen.

Daher lautet unsere Empfehlung: Egal womit mit Sie arbeiten, achten Sie vor allem auf folgende Punkte:

  • Plattform-Unabhängigkeit der Anwendung, alle gängigen Betriebssysteme werden unterstützt.
  • Der Datenverkehr zwischen Client und Server ist gering.
  • Die Datenverarbeitung erfolgt zentral.
  • Die Bedienung und Benutzerführung ist an die Bedürfnisse der Anwender angepasst.
  • Anwenderspezifische Einstellungen können für den Client getroffen und gespeichert werden.
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4 Anforderungen, die ein modernes ERP-System erfüllen sollte

Sicher haben auch Sie schon bemerkt, dass ERP nicht gleich ERP ist. Aber wo liegen denn eigentlich die Unterschiede zwischen einem guten und einfach nur einem ERP-System?

IDG Enterprise hat sich auf die Suche gemacht und wir fassen das wichtigste in unserem Blog für Sie zusammen.

1.) Klassische ERP-Systeme basieren auf physischen Artikeln. So können Sie zum Beispiel ein Stück Auto vom einzelnen Teil bis zur Berechnung perfekt abbilden. Aber wie schaut es denn beim Leasing aus? Ist Ihr ERP-System in der Lage, mit Subscriptions umzugehen? Auch mit sich immer weiter verbreitenden Cloud-Services darf das für ein modernes ERP keine Herausforderung mehr sein.

2.) Mit Subscriptions Hand in Hand gehen neue Anforderungen wie Erneuerung (Renewal) oder Upgrades von Verträgen. Kaufte man früher ein Produkt und nutzte es, bis es auseinander fiel, unterschreibt man heute im Jahresrhythmus für die Nutzung inkl. regelmässiger Funktionserweiterungen. Anbieter verlieren viel Geld, wenn sie sich nicht rechtzeitig um die Erneuerung der Verträge kümmern. Aber auch Anwender sehen in die Röhre, wenn sie den Zeitpunkt verschlafen und ggf. dann teuren Support nachkaufen müssen oder ein Dienst nicht mehr zur Verfügung steht.

3.) Der Zeitpunkt der Rechnungsstellung ist nicht mehr zwingend an eine Lieferung gebunden. Oft beginnt der Vertragszeitraum mit dem Zeitpunkt der Registrierung (=Bestellung). Das passiert meist automatisch über Online-Shops und sogenannte Selfservices der Anwender. Moderne ERP-Systeme müssen diese Transaktionen abbilden können.

4.) Wiederkehrende Rechnungsstellung ist eine große Herausforderung vieler klassischer ERP-Systeme. Die sind es gewohnt, nur einmal eine Rechnung zu stellen. Ein modernes ERP-System kann unterschiedliche Abrechnungsmodelle abbilden. Dazu gehört auch, zum Beispiel bei längeren Abrechnungszeiträumen Discounts zu berücksichtigen. Es ist nichts seltenes, dass Anbieter günstigere Konditionen anbieten, zahlt man ein ganzes Jahr im voraus.

Und? Ist Ihr ERP-System gerüstet für die Anforderungen einer modernen Wirtschaft?

 

 

 

 

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5 Signale, dass Sie ein ERP-System benötigen

Wenn mittelständische Unternehmen gegründet werden, besteht die Kundenverwaltung oft aus einer Visitenkartenbox, dem Kopf des Inhabers und einem Excelsheet. Das geht eine Weile (manchmal viele Jahre) gut, aber irgendwann reicht das einfach nicht mehr aus.

Das Unternehmen wächst, neue Mitarbeiter kommen dazu, der Markt verändert sich und der Kundenstamm wird immer größer. Sie merken, dass die pragmatischen Ansätze der Gründertage nicht mehr zur Steuerung eines Unternehmens ausreichen. Sie spüren, dass es irgendwie nicht ganz rund läuft.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sich detailliert mit der Planung (und Steuerung) der Ressourcen Ihres Unternehmens auseinander zu setzen. Die fünf wichtigsten Anzeichen, wann Sie Ihre Visitenkartenbox und Tabellen gegen ein ERP-System tauschen sollten:

1.) Die Zahlungsmoral Ihrer Kunden sinkt.

Ein häufiger Grund für nachlassende Zahlungsmoral ist das Rechnungswesen eines Unternehmens. Rechnungen werden gar nicht, zu spät und/oder unvollständig gestellt. Trotz moderater Zahlungsziele bleiben die Zahlungen aus.

2.) Sie liefern zu spät, oder die Produktion artet permanent in Stress aus.

Während ein Mitarbeiter (oder eine Maschine) bis zum Zusammenbruch schuftet, langweilen sich Andere oder beschäftigen sich mit belanglosen Dingen. Zuarbeiter oder Zulieferer machen/liefern zu viel, zu wenig, zu spät oder das Falsche.

3.) Trotz Riesenumsätze macht Ihr Unternehmen keinen Gewinn.

Ihr Kundenstamm wächst. Sie stellen eine Rechnung nach der anderen. Ihre Umsätze wachsen rasant. Und dennoch zehren Sie immer stärker von der Substanz. Ihr Liquidität sinkt.

4.) Sie sind plötzlich viel zu teuer.

Monatelang haben Ihre Kunden Ihnen Ihr Produkt oder die Dienstleistung aus der Hand gerissen. Und plötzlich laufen die Geschäfte zäh. Die Entscheidungszeiträume verlängern sich, immer öfter müssen Sie über den Preis verhandeln. Sie verlieren Ausschreibungen oder werden immer seltener angefragt.

5.) Ihre Mitarbeiter werden immer unzufriedener.

Das Engagement Ihrer Mitarbeiter lässt nach. Plötzlich werden Pausen genauestens eingehalten, keiner bleibt mehr freiwillig länger im Büro. Immer öfter kommen Mitarbeiter zu spät.

Jedes einzelne der Symptome deutet darauf hin, dass in Ihrem Unternehmen etwas im Argen ist. Lassen Sie sich das Zepter nicht aus der Hand nehmen. Steuern und Planen Sie vorausschauend, zusammenhängend und langfristig. Dann bleiben Sie auch kurzfristig handlungsfähig (und liquide).

  • Erfassen Sie alle Aufträge und ordnen Sie diese direkt Ihren Kunden und Projekten zu. Anschließend erledigen sich Leistungserfassung, Rechnungslegung und Mahnwesen quasi von selbst.
  • Zeiterfassung und tagesaktuelle Sicht auf die Produktionsauslastung unterstützen Sie beim Zeit- und Ressourcen-Management.
  • Kennen Sie alle Ihre Prozesse und Kosten? Sind Projekte im vereinbarten Rahmen? Eine solide Kalkulation und Nachkalkulation liefert gute Argumente für Ihre Verkaufsverhandlungen.
  • Gesundes Lieferantenmanagement und ein cleverer Einkauf sind das Fundament eines erfolgreichen Unternehmens. Kennen Sie Ihre Partner und Möglichkeiten?
  • Wertschätzung ist ein wichtiger Motivator. Wissen Sie, was “Ihre Leute” tagtäglich leisten?

Testen Sie ein ERP doch mal ganz einfach und unverbindlich aus. Wir wünschen allen Unternehme(r)n viel Erfolg!

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Was ist eigentlich Data Lock-in?

Viele kennen den begriff Vendor Lock-in: Man kauft ein Produkt und bindet sich an einen einzigen Hersteller. Sei es, dass man Ersatzteile benötigt, eine Erweiterung oder eine Dienstleistung.  Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Auto? Vielleicht sogar ein VW Käfer. An dem konnten Sie alles selber reparieren. Versuchen Sie das mal heute mit einem modernen Auto. Noch nicht einmal eine freie Werkstatt kann da mehr viel tun.

VW Kaefer

Und dann denken Sie einmal an Ihr Unternehmen. Was ist neben den Vermögenswerten das Wertvollste, was Ihre Firma besitzt? Genau: Ihr Wissen, Ihr Kunden- und Lieferantenstamm, Ihre Dokumente, … Ihre Daten.

Das war sicher weniger ein Problem, solange alles bei Ihnen im Haus blieb und Sie die volle Kontrolle hatten. Aber auch hier haben sich die Zeiten (und die Modalitäten) geändert. Immer öfter fallen Schlagworte wie Outsourcing, Cloud Computing, File Sharing, mobiles Arbeiten, Online Backup oder Software als Service (SaaS).

Mal Hand auf’s Herz: Sie haben doch bestimmt auch ein Smartphone. Und ist das nicht super, von überall Zugriff auf Informationen im Unternehmen zu haben? Sie sitzen beim Kunden und können ihm genauestens Auskunft über Auftragsstatus oder Preise geben. So schnell und flexibel waren Sie noch nie und dieser Service verschafft Ihnen Zeit- und Wettbewerbsvorteile.

Doch haben Sie auch einmal daran gedacht, wie das möglich ist? Wer alles Ihre Daten sieht und kennt, um Ihnen diesen Vorteil zu verschaffen? Mobilfunk- und Kabelnetzbetreiber, Firmen hinter mobilen Betriebssystemen oder Hersteller von Hardware sind da noch Ihre geringste Herausforderung. Aber haben Sie sich einmal angeschaut, was die von Ihnen eingesetzte Software alles macht und warum sie all die schönen Dinge kann, die Sie so unentbehrlich machen für Ihre Kunden? Nehmen wir mal ein ganz bekanntes Beispiel eines CRM-Anbieters. Sie haben sicher schon etwas von Salesforce gehört? Ganze Branchen vertrauen ihre Vertriebs- und Marketingdaten diesem Hersteller an. Das ist sehr praktisch: Diese Firmen müssen sich keine Gedanken mehr um Softwarepflege, Updates, darunter liegende Hardware, Netzwerkanbindung etc. machen. Die Daten sind von überall einsehbar und man kann sie auch am Smartphone oder Tablet bearbeiten. Das hat aber einen Preis. Wenn Sie diesen Dienst einmal nicht mehr nutzen wollen, bleiben Ihre Daten dennoch dort.

Auch im ERP Umfeld gehen immer mehr Anbieter den Weg, dass Daten zentral verwaltet werden. Gerade im Mittelstand ist das ein attraktives Geschäftsmodell: Mit so genannten Cloudbasierten Lösungen erreichen auch große Weltkonzerne kleinere Firmen plötzlich zu attraktiven Konditionen. Schauen Sie bitte genau hin. Und lassen Sie sich unabhängig beraten: von einer Agentur wie der WWinterface oder einem Dienstleister Ihres Vertrauens.

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Backup für Ihren guten Ruf

Oft ist mit Ausfällen in der IT auch ein Verlust von Daten verbunden. Das kann sogar geschäftskritisch sein. 

Laut Forrester Research verzeichnen Unternehmen im Schnitt Einbußen von über 79.000 Euro pro Stunde Downtime. Alleine die finanziellen Schäden sind somit erheblich — von Kunden-, Image- und Reputationsverlusten oder der mangelnden Einhaltung regulatorischer Vorgaben einschließlich daraus resultierender Haftungsfragen ganz zu schweigen.

Dabei ist jedes Unternehmen sogar zur Datensicherung verpflichtet. Das ergibt sich unter anderem aus den gesetzlichen Vorschriften (HGB). Und Sie als Unternehmer haben die Pflicht, „in den Angelegenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden.” Dazu gehört auch, alle erforderlichen Maßnahmen für eine Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes zu treffen.

Wir empfehlen daher unseren Kunden regelmäßige Datensicherungen auf externe Datenträger für die Langzeit-Archivierung. Um schnell und unkompliziert in einem Desaster Recovery – Fall alle Daten wiederherstellen zu können, raten wir unseren Geschäftspartnern darüber hinaus zu Online Backups (Backup as a Service).

Immer mehr Anbieter spezialisieren sich auf diese Online Backups. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist diese Art der Datensicherung empfehlenswert: aus kaufmännischen und sicherheits-technischen Gründen. Es gibt kaum eine professionellere Möglichkeit, allen gesetzlichen Anforderungen zu angemessenen Kosten gerecht zu werden.

Und wenn Sie doch externe Datenträger bevorzugen: Bewahren Sie die Sicherungskopien an einem entfernten Ort auf! Für kleinere Mengen empfehlen sich Bankschließfächer, für größere Mengen gibt es spezielle Dienstleister. So bleiben Ihre Daten erhalten, auch wenn es bei Ihnen (im wahrsten Sinne des Wortes) brennt.

 

 

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Der Mindestlohn und die Zeiterfassung

Ab dem 1.1.2015 müssen Arbeitgeber und Entleiher in Deutschland die tägliche Arbeitszeit von Minijobbern, kurzfristigen Beschäftigten und Arbeitnehmern in bestimmten Wirtschaftsbereichen* erfassen und dokumentieren.

Die Arbeitszeiten müssen gemäß § 17 des neuen Mindestlohngesetzes lückenlos mit Anfangs- und Endezeit sowie Dauer erfasst werden. Auch muss die  Erfassung zeitnah erfolgen. Das Gesetz gibt eine Erfassung spätestens 7 Tage nach Erbringung der Arbeitsleistung vor. Der Arbeitgeber muss die Dokumentation der Arbeitszeiten mindestens 2 Jahre aufbewahren.

Die Form der Zeiterfassung gibt der Gesetzgeber nicht vor. Vom handschriftlichen Zettel bis zum Excel-Sheet ist alles erlaubt. Aber gerade vor dem Hintergrund der Aufbewahrungsfrist sollten Sie nichts dem Zufall überlassen.

Die HELIUM V Zeiterfassung ist einfach in der Anwendung und speichert alle Daten zentral in einer Datenbank. Zusammen mit einem Backup haben Sie so auch nach 2 Jahren noch zuverlässig Zugriff auf die erfassten Arbeitszeiten.

Mehr über unsere Zeiterfassung erfahren Sie auf unserer Homepage. Alle  Zeiten können auch mobil mit einer App unter gängigen Plattformen (iOS, Android, Windows mobile) erfasst werden.

* Betroffene Wirtschaftsbereiche finden Sie in § 2a des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes

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Nutzen von ERP-Studien und Marktübersichten?

In letzter Zeit werden wir immer öfter angesprochen, warum wir in dieser oder jener Marktübersicht nicht vertreten sind oder nicht an dieser oder jener Umfrage teilnehmen. Jüngst erst führte die TOVARIT AG wieder eine Kundenzufriedenheitsanalyse durch. Wir haben uns entschieden, nicht daran teil zu nehmen. Warum?

Die Qual der Wahl

Neben einigen renomierten Marktforschungsinstituten wie Gartner, IDC oder McKinsey gibt es zahlreiche kleinere und regionale Institute. Vor allem Gartners Hype Cycles und Magic Quadrants sind zum Vorbild für unzählige Nachahmer geworden. Das ist verständlich, behandelt das Original doch zumeist global agierende Großkonzerne. Kleine und Lokale Anbieter von Lösungen haben i. d. R. kaum eine Chance, in die Technologiestudien der Branchenriesen aufgenommen zu werden. Gerade darin liegt aber auch das Dilemma.

Auch kleinere und mittelständische Unternehmen orientieren sich immer öfter an den Analystenmeinungen von Gartner, IDC & Co. Ausschlaggegebend scheint ganz klar Reputation und Bekanntheit. Sowohl wir als Hersteller stehen wie unsere Kunden vor der Frage, welche von den mittlerweile unzähligen kleineren, unbekannteren Plattformen soll ich trauen? Wer bietet eine möglichst vollständige Übersicht der mittlerweile doch an die 1.000 Anbieter allein in Europa?

Eine Faustregel sagt, dass es die Top-Kandidaten eines Wettbewerbs oder einer Marktstudie wert sind, in die engere Auswahl gezogen zu werden. Wenn da nicht ein kleiner Beigeschmack bliebe: Die Teilnahme an Studien und Markübersichten kostet in der Regel Geld, oft nicht gerade wenig. Geld, welches wir lieber in die Entwicklung unserer Produkte und Kommunikation mit unseren Kunden investieren. So ist denn auch zu erklären, dass sich in vielen Übersichten immer wieder die gleichen Anbieter tummeln. Es bleiben mangelde Transparenz und Zweifel an der Unabhängigkeit.

Ich bleibe einmal beim aktuellen Beispiel Tovarit:

SAP und SAGE neben Allgeier, HELIUM V und openERP? Da drängt sich mir der Vergleich von Äpfeln mit Birnen auf. Bei der Umfrage der Tovarit AG werden alle Branchen, Größen und Funktionalitäten in einen großen Topf geworfen, kräftig umgerührt und durch ein Sieb in Form gegossen. Auswahl und Kriterien kommen mir reichlich intransparent vor. Mitmachen kann, wer die Mindestanzahl Bewertungen erreicht. Das wollte ich genauer wissen.

Die Teilnahme selbst klingt erst einmal einfach, benötigt man doch nur eine der Anzahl der Installationen entsprechende ausreichende Anzahl Bewertungen. Doch was auf den ersten Blick einfach und fair klingt, erscheint bei genauerem Hinschauen als äußerst intransparent.

Prozentual betrachtet, müssen kleine Unternehmen 10% ihrer Anwender motivieren, größere nur noch 5%, maximal jedoch 50 für die größten Anbieter ab 1.000 Installationen. Die geforderte absolute Zahl mag für einen kleinen Anbieter sehr hoch sein, für Branchenriesen wie SAP und SAGE ist das eine unverhältnismäßig klein erscheinende Zahl.

Weitere Auszüge aus den Teilnahmenbedingungen: „Zugelassen wird dabei eine Wertung je Betrieb/Installation. Bei Mehrfachbewertung aus einem Betrieb wird per Zufall eine Bewertung für die Analyse gezogen.“

Weiter heisst es: „Dabei sollten sie beachten, dass im Zuge der Qualitätsprüfung
erfahrungsgemäß bis zu 25% der eingegangen Bewertungen ausgeschlossen werden müssen. … Darüber hinaus behalten sich die Organisatoren der Studie in Abhängigkeit von den Ergebnissen der statistischen Qualitätsprüfung der Stichproben (z.B. Prüfung auf Normalverteilung) vor, das Zufriedenheitsprofil einer Lösung nur mit dem Vermerk „Eingeschränkte Belastbarkeit der Ergebnisse“ zu veröffentlichen obwohl gemäß der o.g. Vorgabe genügend Datensätze vorliegen.“

Die vollständigen Bedingungen sind auf der Webseite der Tovarit AG einsehbar. Ich habe jedoch stark den Einruck, dass die Auswertung sehr willkürlich erfolgt und ich sie weder nachvollziehen kann noch dass sie besonders repräsentativ ist. Den Eindruck untermauert vor allem die zufällige Auswahl bei Mehrfachbewertungen. Ein Durchschnittswert wäre da sicher objektiver.

Menschen kaufen von Menschen

Final stellt sich mir die Frage nach der Relevanz dieser Studien, Übersichten und Umfragen als Grundlage für Kaufentscheidungen. Auf diesem Gebiet hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Allein durch das Internet sind so viele Informationen zu einem Produkt verfügbar, dass Kunden oder Kaufinteressenten manchmal schon besser informiert sind als der Vertreter eines Herstellers.

Marktübersichten können eine erste Orientierungshilfe sein. Auch wir verschließen uns nicht gänzlich der Welt der Studien und Marktübersichten. Aktuell sind wir nominiert für das ERP System des Jahres — ein Wettbewerb der Universität Potsdam — und sind an verschiedene Medien mit Übersichten zu ERP-Anbietern, u. a. die Computerwoche, herangetreten.

Fazit: Große Unternehmen entscheiden nach Gartner & Co. Für kleinere Unternehmen gibt es keine vergleichbare Alternative. Weder auf der Anbieter- noch auf der Anwenderseite. Die Chance, von einem Interessenten in einer Marktübersicht mit bis zu mehreren Hundert Anbietern gefunden (und ausgewählt) zu werden, ist reine Glückssache. In einer einzelnen Übersicht können bis zu 800 Anbieter enthalten sein. In der Regel entscheiden im KMU-Umfeld Vertrauen und persönliche Beziehungen. Daher sollten gerade kleinere Anbieter äußerst sorgfältig auswählen, in welche Maßnahmen sie investieren und lieber den direkten Kontakt mit ihrer Zielgruppe suchen. Nicht zuletzt weil wir wissen, worauf es bei der Anschaffung von Unternehmens-Software ankommt. Kundenzufriedenheit ist immer ein sehr subjektiver Aspekt.

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Alternative ERP Systeme: Chance oder Risiko?

Der Hamburger Michael Gottwald, Analyst und Geschäftsführer der SoftSelect GmbH, diagnostizierte 2012 auf ZDNet, warum es Open Source basierte ERP-Systeme schwer haben auf dem Markt. Drei Gründe führt Gottwald an, die seines Erachtens nach für das Scheitern der Kombination ERP und Open Source verantwortlich sind.

  1. Komplexität
  2. Anpassungsaufwand
  3. Fehlende Sponsoren

Zunächst einmal sind das genau die drei Aspekte, mit der sich jede ERP-Software auseinandersetzen muss:

  • Unternehmen sind komplex. Prozesse und Beziehungen in einem Unternehmen sind komplex. Entsprechend aufwendig gestaltet sich der Versuch, das alles unter einen Hut zu bringen.
  • Jedes Unternehmen ist einzigartig. Entsprechend kann es eigentlich keine „One Size Fits All“-Lösung geben.
  • Unternehmen wollen Sicherheit. Besonders, wenn es um unternehmenskritsche Bereiche geht. Von einem ERP hängt oftmals das Tagesgeschäft ab.

Beginnen wir mit dem letzten Punkt. Durch die großen Sponsoren wie Oracle, Microsoft und besonders SAP ist ein Durchbruch von ERP Systemen überhaupt erst möglich gewesen. Mittlerweile gibt es viele Alternativen zu den großen Anbietern und das ist gut, besonders in Bezug auf die o. e. Komplexität und damit verbundene Anpassungsaufwände. Gerade hier punkten die Kleinen. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob das System nach den Open Source Prinzipien entwickelt wurde oder das Ergebnis eines geschlossenen Entwicklungsprozesses ist.

Namhafte Hersteller — so wird allgemein angenommen — erfüllen alle Kriterien hinsichtlich Compliance. Für ein Unternehmen ist das ein wichtiger Punkt. Allerdings trennt sich hier die Spreu vom Weizen. Je größer der Hersteller einer ERP-Anwendung, desto umfassender ist das dem System zu Grunde liegende Regelwerk. Die Systeme sind darüber hinaus weitgehend standardisiert, um eine möglichst große Zahl an Installationen ‚out of the box‘ bedienen zu können. Die Software beinhaltet oft viele Funktionen, die für die meisten Branchen irrelevant sind oder für KMU deutlich überdimensioniert.

Alternative Anbieter wie wir machen sich das zu Nutzen, denn sie haben oft gar nicht den Anspruch, breit aufgestellt zu sein. In diesem Umfeld findet man die Branchenlösungen: ERP Systeme, die speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen einer ganz bestimmten Klientel ausgerichtet sind. Zusätzlich bieten diese Hersteller häufig an, nur einzelne Module wie z. B. die Zeiterfassung oder die Materialverwaltung zu nutzen. Andere Anbieter wiederum haben sich auf KMU spezialisiert.

Diese Fokussierung bringt ein hohes Maß an Flexibilität und Agilität mit sich. Anpassungen an individuelle Anforderungen oder Wünsche sind in der Regel in der Installationsdienstleistung bereits standardmäßig enthalten. Und das ist ein weiterer Vorteil der Herausforderer: sie sind zudem meist wesentlich günstiger als die Lösungen der Großen bzw. bieten ganz individuelle Preispläne.

Und wie schaut das mit Haftung aus? Sie wissen schon: „Keiner wurde je gefeuert, weil er ein System von SAP angeschafft hat.“ Auch hier muß sich keiner mehr verstecken. Egal, ob Sie Open oder Closed Source wählen, in fast allen Fällen stehen etablierte Unternehmen hinter dem Angebot.

Wir sind das beste Beispiel. Unsere GmbH unterstützt seit 15 Jahren viele Unternehmen mit unserem Flagschiff, dem HELIUM V ERP für KMU aus der Elektrotechnik / Elektronik.

Freilich können Sie die Open Source Software auch kostenlos aus dem Internet herunter laden und sich selbst dran versuchen oder Ihren Kumpel, der ja auch irgendwas mit IT macht, darum bitten. Probieren Sie es aus. Wir freuen uns in jedem Fall auf Sie.

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Was bedeutet ERP?

ERP heißt Enterprise Resource Planning und bedeutet unternehmensweite Planung der zur Produktion notwendigen Ressourcen (Mensch, Maschine und Material).

In der Praxis versteht man darunter umfassende Softwarelösungen, die den gesamten organisatorischen Ablauf eines Unternehmens abbilden – sprich Einkauf, Verkauf, Warenwirtschaft, Produktion und Zeibewirtschaftung.

Aus der Verknüpfung der Daten erhält der Unternehmer auf Knopfdruck die erforderlichen Informationen zu jedem Projekt oder zu Details wie Zeitraum, Kunden, Produktgruppen und vieles mehr.

Wichtig ist, dass möglichst der gesamte Ablauf abgebildet wird und nicht eine Vielzahl von Insellösungen in den verschiedenen Unternehmensbereichen zum Einsatz kommen, die nur sehr mühsam verknüpft werden können. Ebenso wichtig ist, dass nur echte Werte herangezogen werden dürfen. Der Einsatz von geschätzten Zahlen führt immer wieder zu Fehlinterpretationen und damit zu Fehlentscheidungen.

Video zum Thema: Warum auch kleine und mittelständische Unternehmen eine ERP Software benötigen.

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HELIUM V blogt!

Vor 15 Jahren gründete Ingenieur Werner Hehenwarter die HELIUM V IT-Solutions GmbH. Seitdem ist viel passiert: Mit unserm Blog zeigen wir, was uns besonders auszeichnet – als IT-Spezialist wie auch als Unternehmen. Ab jetzt erfahren Sie immer ganz aktuell, was uns beschäftigt. Schauen Sie einfach immer mal wieder in unseren ERP Blog, für den wir heute den Startschuss geben!

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